Exhibitions

 Galerie Wagner + Partner

Eckart Hahn

Asphodeliengrund

15.03.2013 – 20.04.2013

Nach der griechischen Mythologie war die Unterwelt dreigeteilt, ein Teil davon war der Asphodeliengrund, wo mythischen Blumen, die Asphodelien, wuchsen. Mit der dritten Einzelausstellung gewährt die Galerie Wagner + Partner einen differenzierten Blick auf das Werk Hahns. Der süddeutsche Maler, lange als Geheimtipp unter Malereisammlern gehandelt, ist in einer Reihe von institutionellen Ausstellungen in den letzten Jahren gewürdigt worden. So haben ihn beispielsweise das Kunstpalais Erlangen, das Kunstmuseum Singen oder der Mannheimer Kunstverein in jüngster Zeit mit erfolgreichen Einzelausstellungen bedacht.

In der Lesart der Kunstkritik könnte man ihn dem Fantastischen Realismus zuordnen. Doch trifft dies nur unzureichend auf das Œuvre des Künstlers zu. Auffällig ist zunächst eine über die Jahre reduzierte Farbigkeit auf die Grundfarben Rot, Gelb und Blau sowie Schwarz und Weiß, eine ästhetisch-visuelle Zuspitzung, die mit einer weiteren Zuspitzung, nämlich mit der des Bildraumes korrespondiert: spielten Hahns frühe Inszenierungen noch in weiten, teils dunklen Landschaften, so komponiert der Maler seine kaum fassbaren Szenen inzwischen in kammerspielartigen Bildräumen.

„Hahn setzt Irritationen in die Welt, die das Sehen nachhaltig verändern – nichts ist sicher in seinen Bildern, alles ist in Veränderung begriffen und doch scheint sich nichts zu bewegen. Wie eingefroren wirken die Inszenierungen, Artefakte aus dem Fundus einer vergangenen Welt ... Hahns Kunst besitzt dieses gewisse Etwas, das man nicht vergisst und das die Malerei nach wie vor zum Ereignis macht. Nach Jahren noch findet man Neues in seinen Bildern und auch skulpturalen Ereignissen." (Martin Stather, Kunstverein Mannheim).

Künstlergespräch mit Guido Faßbender (Berlinische Galerie): 24.04. um 19 Uhr.