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Mona Ardeleanu - Kaleidoskop

27. Juni - 09. August 2014

Ardeleanu malt altmeisterlich konstruierte Phantasiewesen, kostümierte Gestänge, pelzige Gebilde oder flatterhafte   Staffagen.   Diese Wesen scheinen uns vertraut, denn sie greifen auf unsere Erinnerung von Stofflichkeiten und Muster zurück. Haptische und olfaktorische Assoziationen bilden sich schnell. Man kann die dünne Gaze oder die Glattheit von Pelz fühlen und sogar den Geruch alter Kleider wittern. Ein Faden flattert oder ein dicker Molton hängt über einer Kugel, die Kopf und Lampenschirm zugleich ist.

Ihre irritierend lebendigen Objekte formulieren Wesenhaftes wie ein gelungenes Portrait, obwohl sie doch nie Gesichter abbilden. So erinnern wir uns an den Anblick von Omas Kleiderschrank, Bügel und verdrehte Perücken, Streublumen auf einem Tuch und das blaue Muster auf ihren Porzellantassen.

Ardeleanus Gebilde entstehen nie nach Vorlagen oder Modellen. Mit Titeln wie: Schnürungen, Zwirbel oder Falter ordnet und untersucht sie ihre Bilder stets in Serien. Auf den ersten Blick scheint die Logik von Ardeleanus im leeren Umraum schwebenden Wesen perfekt. Jedoch passen die Größenverhältnisse nicht und Innen- und Außenräume widersprechen sich. Es bleibt keine Möglichkeit zu verstehen, was wirklich passiert. Ihr konzentrierter Blick auf Details wie Musterungen und Funktionales wie Schnüre und Knoten führen in die Irre. Ardeleanus malerische Erfindungen rufen irritierende Konnotationen hervor, die ungeklärt bleiben.

Neben jenen Erzählungen, die sich für den Betrachter in ihren Bildern finden und die unergründlich bleiben, geht es Ardeleanu selbst um eine sinnliche und in ihrer Stofflichkeit ganz selbstverständlich wirkende lustvolle Malerei.

WAGNER + PARTNER freut sich nach der erfolgreichen Einzelausstellung im Kunstmuseum Stuttgart neue Arbeiten der Malerin zeigen zu können.

Zum Künstlergespräch am 10. Juli um 19:00 Uhr unterhielt sich die Kunstjournalistin Birgit Sonna (art Magazin, VOGUE) mit der Künstlerin Mona Ardeleanu. Eint

Download: art magazin 03.2014 (693,75 KB)




 
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